Vitamin K2 (Menachinon, MK-7)
Fettlösliches Vitamin, das aktiviert Kalzium dorthin lenkt, wo es hingehört: in die Knochen und Zähne, nicht in die Gefäßwände.
Empfohlene Zufuhr / übliche Dosis
Keine EFSA-Referenzmenge speziell für K2. Übliche Dosierungen: 90–200 µg MK-7 pro Tag.
Funktion im Körper
- Aktiviert das Protein Osteocalcin, das Kalzium in die Knochenmatrix einbaut.
- Aktiviert das Matrix-Gla-Protein (MGP), das Kalziumablagerungen in den Arterien verhindert.
- Reguliert damit gemeinsam mit Vitamin D den Kalzium-Fluss im Körper.
Mögliche Vorteile
- In der Rotterdam-Studie war eine hohe Zufuhr von K2 mit geringerer Gefäßverkalkung und niedrigerer kardiovaskulärer Mortalität assoziiert.
- Bei postmenopausalen Frauen konnte MK-7 (180 µg/Tag über 3 Jahre) den Knochendichteverlust an Wirbelsäule und Oberschenkelhals reduzieren (Knapen et al. 2013).
- Sinnvolle Ergänzung zu Vitamin D3 – vor allem bei hoher D3-Dosierung.
Risiken & Wechselwirkungen
- Bei Einnahme von Vitamin-K-Antagonisten (Marcumar/Warfarin) nicht ohne ärztliche Rücksprache supplementieren – K2 kann die Blutgerinnung beeinflussen.
- MK-7 ist deutlich langlebiger im Blut als MK-4 (Halbwertszeit ca. 72 h vs. 1 h) und daher für die tägliche Dosierung besser geeignet.
- Sehr geringe Toxizität – keine Überdosierung bei oraler Einnahme dokumentiert.
Natürliche Quellen
- Natto (fermentierte Sojabohnen) – mit Abstand die reichhaltigste Quelle für MK-7.
- Gereifter Hartkäse (Gouda, Edamer), Emmentaler.
- Eigelb, Butter aus Weidehaltung, Leber – vor allem als MK-4.
Hinweis: Diese Informationen sind allgemeiner Natur und ersetzen keine medizinische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen, Schwangerschaft oder Medikamenteneinnahme bitte vor einer Ergänzung mit Ärztin oder Apotheker Rücksprache halten.