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Mikrobiom

Probiotika

Lebende Mikroorganismen, die in ausreichender Menge gesundheitliche Effekte auf den Wirt haben können (WHO-Definition).

Empfohlene Zufuhr / übliche Dosis

Klinisch untersuchte Dosen liegen meist zwischen 1 und 50 Mrd. KBE/Tag. Entscheidend ist der konkrete Stamm – nicht die KBE-Zahl allein.

Funktion im Körper

  • Konkurrieren mit pathogenen Keimen um Bindungsstellen und Nährstoffe im Darm.
  • Produzieren kurzkettige Fettsäuren (vor allem Butyrat), die die Darmschleimhaut versorgen.
  • Beeinflussen das Immunsystem über Wechselwirkung mit darmassoziiertem Lymphgewebe (GALT).

Mögliche Vorteile

  • Lactobacillus rhamnosus GG verkürzt die Dauer akuter Durchfälle bei Kindern und Erwachsenen.
  • Saccharomyces boulardii reduziert das Risiko für Antibiotika-assoziierte Diarrhoe.
  • Bestimmte Bifidobacterium-Stämme können Reizdarm-Symptome (Bauchschmerz, Blähungen) lindern.

Risiken & Wechselwirkungen

  • Bei schwerer Immunsuppression, zentralen Venenkathetern oder Frühgeborenen wurden Bakteriämien und Fungämien beschrieben.
  • Bei akuten Magen-Darm-Schüben (z. B. schwerer Pankreatitis) wird Vorsicht empfohlen.
  • Die EFSA hat bislang keinen probiotischen Health Claim zugelassen – Wirkungen sind stamm- und studienspezifisch.

Natürliche Quellen

  • Joghurt mit lebenden Kulturen, Kefir, Buttermilch.
  • Fermentiertes Gemüse: Sauerkraut, Kimchi, Miso, Tempeh.
  • Kombucha (Mischkultur aus Bakterien und Hefen).

Hinweis: Diese Informationen sind allgemeiner Natur und ersetzen keine medizinische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen, Schwangerschaft oder Medikamenteneinnahme bitte vor einer Ergänzung mit Ärztin oder Apotheker Rücksprache halten.