L-Glutamin
Die mengenmäßig häufigste Aminosäure im Blut. Wichtigster Brennstoff der Darmschleimhautzellen (Enterozyten).
Empfohlene Zufuhr / übliche Dosis
Normalkost liefert 3–6 g/Tag. In Studien zur Darmgesundheit werden 5–15 g/Tag eingesetzt; bei Sportlern bis 20 g/Tag.
Funktion im Körper
- Primäre Energiequelle für die Zellen der Dünndarmschleimhaut.
- Substrat für die Synthese von Glutathion, dem wichtigsten zellulären Antioxidans.
- Vorstufe für Neurotransmitter (Glutamat, GABA) im Gehirn.
Mögliche Vorteile
- Kann bei „Leaky Gut“-Symptomatik die Barrierefunktion der Darmschleimhaut unterstützen (Humanstudien bei Reizdarm und post-OP).
- Bei intensivem Ausdauertraining gibt es Hinweise auf eine reduzierte Infektanfälligkeit.
- Wird in der klinischen Ernährung bei kritisch Kranken eingesetzt, um den Stickstoffhaushalt zu stabilisieren.
Risiken & Wechselwirkungen
- Bei Leberzirrhose oder Niereninsuffizienz kann hohe Aufnahme die Ammoniakbelastung erhöhen.
- Bei einigen Krebspatienten wird zur Vorsicht geraten, da Tumorzellen Glutamin verstoffwechseln – ärztliche Rücksprache.
- Keine zugelassenen Health Claims der EFSA – die Aussagen beruhen auf Studienlage, nicht auf regulatorischer Bestätigung.
Natürliche Quellen
- Tierische Proteine: Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte.
- Pflanzliche Proteine: Tofu, Hülsenfrüchte, Kohl, Spinat.
- Bei akutem Stress oder Krankheit kann der Bedarf über die normale Zufuhr hinausgehen („bedingt essentiell“).
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L-Glutamin Pulver →Hinweis: Diese Informationen sind allgemeiner Natur und ersetzen keine medizinische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen, Schwangerschaft oder Medikamenteneinnahme bitte vor einer Ergänzung mit Ärztin oder Apotheker Rücksprache halten.