Magnesium Bisglycinat: Warum die Form wichtiger ist als die Menge
Magnesiumoxid, Citrat oder Bisglycinat? Wir erklären, warum die chemische Form bei Magnesium den entscheidenden Unterschied macht.
Von Anton Eriksson
Magnesium ist nach Kalzium das zweithäufigste Mineral in deinem Körper und an über 300 enzymatischen Reaktionen beteiligt – von der Muskelkontraktion über die Nervenleitung bis zur Energieproduktion. Die Frage ist nicht, ob du Magnesium brauchst, sondern in welcher Form du es zuführst.
Die drei häufigsten Formen
- Magnesiumoxid – günstig, aber mit nur ca. 4 % Bioverfügbarkeit. Verursacht oft Durchfall.
- Magnesiumcitrat – mittlere Bioverfügbarkeit (ca. 30 %), leicht abführend.
- Magnesiumbisglycinat – an die Aminosäure Glycin gebunden. Hohe Bioverfügbarkeit, magenfreundlich, hat zusätzlich eine leicht entspannende Wirkung durch das Glycin.
Warum Bisglycinat besonders abends Sinn macht
Glycin ist eine inhibitorische Aminosäure, die im Gehirn als beruhigender Neurotransmitter wirkt. Studien zeigen, dass Glycin vor dem Schlafengehen die Schlafqualität verbessern kann. Die Kombination aus Magnesium (das ebenfalls die Muskelentspannung fördert) und Glycin macht Bisglycinat zur idealen Abendformulierung.
Wie viel Magnesium brauchst du?
Die DGE empfiehlt 300–400 mg elementares Magnesium pro Tag. Sportler und Personen mit erhöhtem Stress haben oft einen höheren Bedarf. Achte beim Kauf darauf, wie viel elementares Magnesium tatsächlich in einer Kapsel enthalten ist – nicht wie viel Magnesiumverbindung.
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